TSG Niederzeuzheim saniert Sportheim und den Hartplatz
Viel Eigenleistung investiert
Artikel vom 04. September 2010, NNP
Bei der TSG Niederzeuzheim ist man stolz auf erfolgreiche Sanierung des Sportheims und des Hartplatzes. Foto: Diefenbach; Text Häring (NNP)Die von Grund auf renovierte Sportanlage und das Sportheim der TSG Niederzeuzheim sind in einer großen Feierstunde eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden.
Hadamar-Niederzeuzheim. Ehrengäste und viele Sportlerinnen und Sportler konnte der Erste Vorsitzende des Sportvereins Joachim Sattler begrüßen. Unter ihnen der Vorsitzende des Sportkreises Limburg, Hermann Klaus, Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff, vom Fußballkreis Günther Habel, Ortsvorsteher Markus Stähler und Kaplan Sascha Jung, dem es vorbehalten war, den Segen zu erteilen. Der Vorsitzende der TSG, Joachim Sattler, ging auf die Geschichte der Sanierung ein. Hintergrund waren notwendige Maßnahmen am maroden Vereinsheim, das bereits vierzig Jahre auf dem Buckel hatte. Ständige Reparaturen und hohe Energiekosten machten eine Renovierung unumgänglich. Auch das Außengelände war bedingt durch einen wilden Baumbestand rund um das Sportgelände und einer fehlenden Umzäunung mit Gefahren verbunden. Zusätzlich war der kleine Hartplatz, vor 40 Jahren als Ausweichplatz für die Wintermonate, nicht mehr für den Spielbetrieb zugelassen, da die Maße nicht mehr zulässig waren. Ebenso war die Laufbahn sanierungsbedürftig, eine Sprunggrube nicht mehr vorhanden.
Die Stadt Hadamar sparte nun, auf Anregung des Sportvereins, ein Darlehen an, das vor vier Jahren zuteilungsreif war. Der Bauausschuss, mit Holger Weyer und Andreas Weyer, konnte daraufhin in Aktion treten, um ein Umbaukonzept zu entwerfen. Es wurden Angebote eingeholt, ein Finanzierungsplan erstellt und Zuschüsse bei Stadt, Land, Landkreis und dem Landessportbund beantragt. Diese kamen auch von Land, Landkreis und dem Landessportbund. Lediglich bei der Stadt und den dort zuständigen Gremien stieß man auf wenig Unterstützung, die nach Meinung von Joachim Sattler «zum Mittelpunkt einer Provinzposse aus Etatverschiebungen» wurde. Statt von der Stadt unterstützt zu werden, musste der Verein den höheren Finanzbedarf im Zuge des Umbaus durch Mitgliedsbeiträge, eine Spendenaktion und einen zusätzlichen Kredit aufbringen.
Im Februar 2008 wurde mit den Umbaumaßnahmen begonnen. Das Vereinsheim wurde entkernt, ein Gerätelager angebaut, und in vielen ehrenamtlichen Stunden umgebaut. Jetzt besitzt der Verein ein modernes Funktionsgebäude mit energiesparenden Isolierungen und zeitgemäßen Räumlichkeiten. In diesem Jahr wurde das Außengelände bearbeitet.
Es wurden Bäume gefällt, Gelände geebnet und verfüllt, der Hartplatz ausgebaut und mit Flutlichtmasten und Ballfangzäunen versehen. Weiter wurde das Gelände rund um das Vereinsheim gepflastert und bepflanzt. Dazu wurden die Laufbahn saniert und die Sprunggrube angebaut. Diese Baumaßnahmen wurden vom Kreis und der Grundschule in Angriff genommen. Ein großer Dank ging durch den Vorsitzenden an die 90 Helferinnen und Helfer, die es mit ihrer Arbeit ermöglichten, dass die Fußballer und Fußballerinnen aus acht Mannschaften dieses Gelände jetzt nutzen können.
Alleine ein Vereinsmitglied hat rund 700 Stunden beim Umbau eingebracht, bei mehreren liegen die Zeiten zwischen 300 und 400 Stunden. Die Muskel- und Maschinenkraft und die geballten Fähigkeiten haben insgesamt etwa 80 000 Euro an Eigenleistung erbracht. Das waren rund 7000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. kdh kdh